Für ein Interview auf dem Nachrichtenportal Vorarlberg Online haben wir uns im Sept. 2010 mit Edith Hämmerle getroffen. Wir durften das Interview auf unsere Website übernehmen - vielen Dank dafür und für das nette Gespräch!

 

 

Wie kamen Sie auf die Idee, den Garten mit Skulpturen zu gestalten?
Wir wollten unseren Garten neu gestalten, oder besser gesagt, wir wollten Leben in unseren Garten bringen. Trotz Blumen und Pflanzen hat etwas gefehlt, das dem Ganzen Ausdruck verleiht. Wir haben über ein Jahr gebraucht, um zu wissen, wie wir es machen. Haben vieles wieder verworfen. Angefangen hat alles im Jahr 2003 mit einer Holzskulptur.

 

Weshalb sind Sie nicht beim Holz geblieben?
Holz ist von der Witterung abhängig und es hebt sich zuwenig vom Grün der Pflanzen ab. Wir wollten etwas, das schlicht in Form und Farbe ist, und sich trotzdem hervorhebt. Nachdem Kupfer und Bronze sehr teuer sind, haben wir uns auf Beton geeinigt. Die Skulpturen sollen für jeden erschwinglich sein. Zudem harmonieren die Betonskulpturen in ihrer schlichten Farbe und Form gut mit dem Grün des Gartens und heben sich trotzdem ab. Im Winter sieht der Garten wie tot aus, als würde er schlafen. Es fehlt der Kontrast zu den Skulpturen - das Grün der Pflanzen und die Farben der Blumen.

 

Wie ging es nach der ersten Holzskulptur weiter?
Die erste Betonskulptur nannten wir Adam und Eva. Das war der Grundstein für weitere Skulpturen aus Beton.

 

Es muss schön sein, wenn ein Ehepaar sich in einem gemeinsamen Hobby verwirklichen kann.
Wir ergänzen uns in gemeinsamen Ideen, Gedanken und Gefühlen. Auf diese Weise ist eine Skulptur nach der anderen entstanden. Von der Idee bis zur Umsetzung vergehen aber oft bis zu zwei Jahre. Wir wollen keine Massenartikel. Bei uns sind es Einzelstücke, oder Auflagen bis zu maximal fünf Stück.

 

Was wollen Sie den Menschen mit Ihren Skulpturen vermitteln?
Wir möchten zum Nachdenken anregen. Jede Skulptur sagt etwas aus - eine verdeutlicht die Wirtschaftskrise vor zwei Jahren, eine andere drückt das Gefühl zweier Menschen aus. Jeder sieht etwas anderes in einer Skulptur. Jedem gefällt eine andere - vielleicht kann man sich selbst oder sein Leben ein stückweit damit identifizieren.

 

Die meisten Ihrer Skulpturen drücken Beziehung aus.
Das Leben ist Begegnung - es besteht aus Beziehung. Deshalb möchten wir das vorwiegend zum Ausdruck bringen.

 

Inzwischen ist in der Montfortstraße 7 ein einzigartiger Skulpturengarten entstanden. Geben Sie den Menschen Einblick?
Ja natürlich, die letzen drei Jahre hatten wir jährlich eine Vernissage mit sehr gutem Feedback, das uns immer wieder aufs Neue motiviert. Und je nach Bedarf veranstalten wir noch einen "Tag der offenen Tür". Hier kann jeder, der Interesse hat, einfach vorbeikommen und sich den Skulpturengarten ansehen.